Ein verdeckter Stein im Wasser kann für Eigner schnell zum Albtraum werden. Nach einer heftigen Grundberührung kam diese Segelyacht zu uns auf die Werft. Während der Rumpf von außen oft noch intakt aussieht, leitet der Hebel des Kiels die enorme Aufprallenergie direkt in die innere Struktur des Bootes weiter.
Um die Sicherheit der Yacht garantiert wiederherzustellen und das tatsächliche Schadensausmaß zu begutachten, war eine vollständige Kiel-Demontage unumgänglich. Nach dem Lösen der Kielbolzen und dem Abkränen des Rumpfes bestätigte sich der Verdacht: Die Bodenwrangen wiesen deutlichen Weißbruch auf. Das bedeutet, dass die tragende GFK-Struktur im Inneren durch die Überlastung mikrofeine Risse bekommen hat und instabil geworden ist.
Unsere Arbeitsschritte bei dieser Havarie-Reparatur:
Kiel-Demontage: Fachgerechtes Trennen des Ballastkiels vom GFK-Rumpf, um die Kielauflage und die Bolzen komplett freizulegen.
Schadensbeseitigung: Großflächiges Ausschleifen des beschädigten Materials im Bereich der betroffenen Bodenwrangen, bis wieder gesundes Laminat erreicht ist.
Neu auflaminieren: Die geschwächten Bodenwrangen werden Schicht für Schicht mit hochfesten Glasgeweben neu anlaminiert und somit strukturell massiv verstärkt.
Remontage: Nach dem Neuaufbau der Struktur wird der Kiel mit speziellem Marine-Dichtstoff wieder präzise angesetzt und die Kielbolzen nach Herstellervorgabe fachgerecht angezogen.
Nach diesem Eingriff ist die Bodengruppe wieder voll belastbar und die Segelyacht bereit für sichere Amwind-Kurse!
Ein Beitrag aus der
Rathje Werft in Kiel
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